Brauner Microphones: Infothek: FAQ

FAQ


Hier finden Sie die häufigsten Fragen, die uns erreichen. Sollten Sie eine Frage haben, die hier nicht beantwortet wird, schreiben Sie uns doch einfach.

  1. Worin besteht der klangliche Unterschied zwischen dem Phantom und dem Phanthera?
  2. Worin besteht der klangliche Unterschied zwischen dem VM1 und dem VMX?
  3. Worin unterscheiden sich das VM1 und das Valvet?
  4. Welches ist der geeignete Vorverstärker für mein Mikrofon?
  5. Worin besteht der Unterschied zwischen einem VM1/VMX und der entsprechenden Lite-Version?
  6. Warum sind auf der Brauner Produktseite keine Frequenzgangschriebe zu finden?


1. Worin besteht der klangliche Unterschied zwischen dem Phantom und dem Phanthera?
Das Phantom und das Phanthera stehen für zwei unterschiedliche Charaktere, die je nach Anwendungsgebiet und persönlicher Vorliebe ein Optimum an Klang bieten:

Das Phantom hat einen sehr natürlichen und transparenten Klangcharakter mit höchster Detailauflösung. Es ist ideal für den absoluten Puristen, der den Klang möglichst so hören möchte, wie er in Wirklichkeit ist.

Das charaktervolle Phanthera hebt auf subtile Art den Eigenklang eines Schallereignisses hervor, bleibt dabei jedoch vollkommen unaufdringlich, fast unmerklich und bewirkt so eine feine und nuancierte Herausarbeitung klanglicher Details.


2. Worin besteht der klangliche Unterschied zwischen dem VM1 und dem VMX?
Das Portfolio unserer Mikrofone lässt sich in zwei grundsätzliche Klangcharaktere, natürlich und charaktervoll, unterteilen. Das VM1 ist ein Vertreter der natürlich klingenden Mikrofone. Es besitzt einen frischen modernen Sound mit höchster Auflösung akustischer Details und einem transparenten offenen Klangbild. Das charaktervolle VMX verfügt ebenfalls über höchste Auflösung, besitzt aber im Vergleich zum VM1 eine Charakteristik, welche klangliche Details subtil hervorhebt.


3. Worin unterscheiden sich das VM1 und das Valvet?
Unsere Mikrofone lassen sich in zwei grundsätzliche Klangcharaktere, natürlich oder charaktervoll, unterteilen. Sowohl das VM1 als auch das Valvet zählen zu unseren natürlich klingenden Mikrofonen. Das Valvet wurde mit dem Ziel entwickelt, die Röhrentechnik des VM1 auch in einem kleineren (und günstigeren) Mikrofon verfügbar zu machen. Klanglich ist das Valvet prinzipiell stark an das VM1 angelehnt. Die außergewöhnliche Durchzeichnung und Transparenz des VM1 wurde beim Valvet jedoch etwas in Richtung "Gutmütigkeit" hin abgestimmt. Es klingt hervorragend und völlig "Brauner-like", verzeiht jedoch aufgrund seiner Charakteristik schon mal eine schlechtere Raumakustik. Dies hat sich für bestimmte Aufnahmesituationen als sehr vorteilhaft erwiesen, wodurch sich das Valvet eine besonders hohe Beliebtheit bei Leuten erworben hat, die unter schwierigen Bedingungen immer noch anspruchsvolle Ergebnisse erzielen möchten. In einer guten akustischen Umgebung hingegen kommen die Qualitäten des Valvet dann umso mehr zur Geltung und es glänzt hier gern als überragendes Stützmikrofon. ("Streicher und Bläser sind nicht mehr von dieser Welt", sagte uns z.B. Malcolm Luker, großer Brauner Fan und einer der weltweit besten Filmmusik-Tonmeister).

Das Valvet bietet im Vergleich zum VM1 die gebräuchlichsten Charakteristiken "Niere" und "Kugel". Das Netzteil des VM1 hingegen erlaubt die variable Einstellung aller Charakteristiken von der "Kugel" bis zur "Acht". Des Weiteren wird das VM1 mit der größeren Spinne BMS1 sowie einem angepassten Popschutz geliefert. Das exklusive VOVOX Tubelink-Mikrofonkabel wird ohnehin mit allen unseren Röhrenmikrofonen ausgeliefert.


4. Welches ist der geeignete Vorverstärker für mein Mikrofon?
Bei der Wahl des geeigneten Vorverstärkers für Ihr Mikrofon verhält es sich wie bei der Wahl des Mikrofons. Es hängt immer vom individuellen Geschmack ab, welchen Klang man bevorzugt. Bei der Wahl eines Vorverstärkers empfehlen wir immer, diesen ausführlich in der gesamten Kette zu testen. Denn nur dadurch können Sie entscheiden, ob Vorverstärker und Mikrofon (und natürlich die nachfolgende Signalkette) in der Weise harmonieren, wie Sie es sich wünschen. Oft hören wir von Leuten das ihnen gesagt wurde, ein Röhrenmikrofon mit einem nachfolgenden Röhrenvorverstärker sei zu viel des Guten. Auch dieses Argument ist nicht haltbar. Ein gutes oder schlechtes Mikrofon ist ein gutes oder schlechtes Mikrofon und ein guter oder schlechter Verstärker ist ein guter oder schlechter Verstärker. Egal ob Röhre oder Transistor. Vor allem ist am Ende vieles subjektiv und was für den einen wunderbar funktioniert, kann für einen anderen gar nicht funktionieren. Deshalb können wir nur raten immer offen zu bleiben und eigene Erfahrungen zu machen.


5. Worin besteht der Unterschied zwischen einem VM1/VMX und der entsprechenden Lite-Version?
Die Lite-Versionen hatten im Vergleich zu den Vollversionen einen geringen Lieferumfang. (lite Versionen sind nicht mehr lieferbar und wurden durch die besser ausgestatteten pure cardioid Serien ersetzt.) Zum einen bestand bei den Netzteilen der Lite-Versionen die Möglichkeit zwischen Kugel und Niere zu wählen, wohingegen die Vollversionen eine variable Einstellung der Richtcharakteristik bieten. Zum anderen hatten die Netzteile der Lite-Versionen einen 180°-Phasenumkehrschalter. Die Vollversionen bieten hier die Möglichkeit, eine 10dB Dämpfung zuzuschalten.

Die Vollversionen werden auch mit der größeren elastischen Spinne BMS1 und einem Popschutz geliefert, so wie nun auch die neuen pure cardioid Modelle, welche die lite Versionen ersetzen. (siehe auch Lieferumfang)

Der Aufbau der eigentlichen Mikrofone an sich für eine Vollversion und eine Lite-Version war absolut identisch. Hier gab es nicht etwa einen Selektionsausschuss, der dann für die Lite-Versionen verwendet wurde. Auch heute und in Zukunft gibt es bei uns den vollen Support für diese Mikrofone. Bei den Nachfolgern der lite Versionen, den pure cardioid Modellen, handelt es sich um Mikrofone, welche nur in der Richtcharakteristik Niere betrieben werden können. Technisch entsprechen diese jedoch ebenfalls den Vollversionen und können später auf Wunsch auch zu diesen aufgerüstet werden. Als Brauner Kunde befindet man sich niemals in der Sackgasse. Ein Brauner Mikrofon ist in jeder Klasse ein absoluter Garant für bedingungslose Liebe zum Detail und für kompromisslose High-End- und High-Tech-Perfektion "Made in Germany!" - Ein wahrhaft spürbares Original spürt man eben auch an der Qualität des Kundenservice!


6. Warum sind auf der Brauner Produktseite keine Frequenzgangschriebe zu finden?
Losgelöst vom alten Verständnis, vorrangig technisch orientierter Ideale, die wir dort, wo es sinnvoll und notwendig ist, alle mit Bravur erfüllen, folgen wir vor allem unserer Wahrnehmung - das, wofür ein Mikrofon letztendlich gemacht ist, erster und wichtigster Teil einer Übertragungskette zu sein, mit deren Hilfe wir Inhalte schaffen, welche im Zuhörer die größtmöglichste Wirkung entfalten.

Natürlich geben Frequenzgangschriebe gewisse Informationen über einen Teil des Verhaltens eines Mikrofons in Bezug auf den gemessenen Frequenzbereich wider. Da wir die Herstellung und die Entwicklung von Mikrofonen jedoch nicht zu allererst aus rein technischer Sicht betrachten und betreiben, sondern zunächst die viel wichtigere, weil unmittelbar wahrnehmbare, Klanggestaltung und menschliche Wahrnehmung in den Vordergrund stellen, sind wir der Auffassung, dass Frequenzgangschriebe den Klangcharakter nur sehr unzureichend beschreiben. Für uns wissenschaftlich relevante Informationen, wie beispielsweise über das Zeitverhalten, werden hierin z.B. gar nicht wiedergegeben.

Daher haben wir uns bei Brauner auf den Weg gemacht, eine ganz eigene wissenschaftlich analytische Messtechnik zu entwickeln, mit der unsere Ingenieure und Physiker versuchen, das Gehörte in ein ganzes Paket von interagierenden und sich ergänzenden Messsystemen zu zerlegen, jedoch diese gemeinsam und im Zusammenhang ihrer Bedeutung zu begreifen und so dem Geheimnis des Hörens und der Befriedigung seiner besonderen Qualitäten und Ansprüche auch auf der Seite der analytischen Messtechnik näher zu kommen. Dies ist ein faszinierender, aber auch eigener Weg. Ein geglätteter Frequenzgangschrieb sieht ohnehin bei fast allen Großmembranmikrofonen prinzipiell gleich aus, was u.a auf die Charakteristik der Großmembran zurückzuführen ist. Z.B. die Höhenanhebung ergibt sich gleichsam bereits allein durch die Druckstaueigenschaften aufgrund der typischen Membrangröße. Klingen Sie deshalb alle besonders höhenbetont? Natürlich nicht! - Sehen Sie? - Was also gibt uns der Frequenzgangschrieb letztlich an wirklichen Informationen?- Einen dB-Wert, aber kein verbindliches Richtmaß für die empfundene Lautheit! - Machen Sie es wie wir! Verlassen Sie sich nicht so sehr auf geglättete Frequenzgangschriebe! Hören Sie und urteilen Sie nach Ihrem Empfinden!